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Draußen ist es nass und dunkel, Fitnessstudios sind dank Corona nicht verfügbar. Wie man da fit bleibt? Na ja: Wir hätten eine Idee. Und die macht auch noch richtig Spaß

George Nissen aus Iowa liebte den Zirkus. Er ging oft hin mit seiner Familie in den 1920ern, gab ja auch nicht so viele andere Vergnügungen im mittleren Westen der USA in jener Zeit. Nissen jedenfalls, selbst ein begabter Kunstturner, interessierte sich besonders für die Hochartisten, die unter dem Dach des Zeltes durch die Luft flogen. Und noch mehr für das, was diese Leute veranstalteten, wenn sie sich in das stramm gespannte Sicherheitsnetz fallen ließen, denn das war eine ganz eigene Show mit Saltis und Schrauben und allem, was dazu gehört. George fand das elegant und spektakulär. Vor allem aber brachte es ihn auf eine Idee.

1941 gründete er mit seinem Kumpel Larry Griswold die „Trampoline & Tumbling Company“. Und die verkaufte vordringlich Nissens eigene Erfindung: das Trampolin. Den Namen des Produkts hat er sich aus dem Spanischen geliehen, da bedeutet Trampolin so etwas wie Sprungbrett. Er hatte dabei im Sinn, dass man Turnübungen an Schulen in einem ganz anderen Stil absolvieren konnte. Nebenbei hat der Amerikaner aber ein fantastisches Fitnessgerät von erstaunlicher Effizienz gebastelt.

Denn mittlerweile gibt es diese Turngeräte nicht nur in Schulen oder bei Olympischen Spielen (auch dafür hat Nissen gesorgt), sondern auch in klein und kompakt für zuhause. Entweder wird der elastische Untergrund von Sprungfedern gehalten (nicht so gut) oder von vielen ebenso dem elastischen Bändern (die schwingen besser und gelenkschonender), und wer darauf zehn Minuten herumhüpft, ersetzt damit mindestens eine halbe Stunde Joggen. Und das fühlt sich auch so an – was wie leichter Kinderkram aussieht, regt die Pumpe extrem an. Trampolinspringen ist ganz schön anstrengend für das Herz-Kreislauf-System. Und die Muskulatur, mehr als 400 Muskeln sind beteiligt. Beine, Arme, der Rückenstrecker, die Bauchmuskeln, ach, quasi alles: Das Trampolin ist so etwas wie das ganzheitliche Wunderding unter den Fitnessgeräten.

Denn die Segnungen hören noch längst nicht bei Herz und Muskeln auf. Besonders für das Lymphsystem ist so ein Trampolin die beste aller Anregungen – sogar die tiefer liegenden Lymphbahnen werden durch das intensive Hüpfen aktiviert und der Lymphfluss angeschoben, Unrat wird abtransportiert, das Immunsystem gestärkt, Stress wird einfach weggeschwungen, und, das darf hier so was von nicht unter den Tisch fallen: Das Ganze macht einfach irre Spaß.

Wenn wir aber all diese bestechenden Fakten mal beiseite lassen – es gibt noch einen weiteren Beweis für die gesundheitsfördernde Wirkung des Trampolins. George Nissen, sein Erfinder und lebenslanger Draufherumturner, ist 2010 gestorben. Mit 96 Jahren. Wenn das nicht der swingende Punkt ist.

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